CORPS BERLIN
im WSC
Besuch der estländischen Korporatsioon Rotalia in Tallinn
Unsere Aktivenfahrt führte uns im April 2025 nach Estland – mit einem Abstecher ins nahegelegene Helsinki. Schon die Ankunft in Tallinn mit ihren mittelalterlichen Gassen, der frischen Brise und der ersten Begegnung mit unseren Gastgebern von der Rotalia machte klar: Diese Fahrt würde etwas Besonderes werden.
Das Programm war abwechslungsreich und dicht gepackt. In Helsinki erkundeten wir die Altstadt, besuchten die berühmten Kathedralen und ließen uns von der offenen Art der dortigen Studenten beeindrucken. Zurück in Tallinn standen eine Stadtführung, eine Brauereitour und natürlich das gemeinsame Feiern mit der Rotalia auf dem Plan. Cocktailabende, Sauna, neue Freundschaften und unzählige Gespräche prägten die Tage. Höhepunkt war das Stiftungsfest der Rotalia im Schloss Hohenhaupt – ein unvergesslicher Abend voller Tradition, Musik und ausgelassener Stimmung.
Die Fahrt hat uns nicht nur Land und Leute nähergebracht, sondern auch die Corpsfreundschaften über Ländergrenzen hinweg spürbar gestärkt. Mit vielen Geschichten im Gepäck und dem festen Vorsatz wiederzukommen, kehrten wir zurück nach Berlin. Ein Trip, der gezeigt hat, wie Corpsleben im Ausland aussehen kann – intensiv, freundschaftlich und einfach großartig.
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Sternenfahrt durch Deutschland
10 Tage Aktivenfahrt.
Jeden Tag Programm, jeden Tag frühes Aufstehen, jeden Tag lange unterwegs und jeden Tag neue Eindrücke. Zu viel für einen normalen Mann, denkt man sich. Aber nicht für einen Corpsstudenten aus der Rüsternallee.
Wir blicken zurück auf ein anstrengendes Programm, was nichtsdestotrotz keiner von uns gerne verpasst hätte. Rückblickend muss ich sagen, dass sich die aufwendige Planung schlussendlich doch sehr gelohnt hat. Auf der Reise kam nichts zu kurz. Weder die Kultur noch das Bier. Und wer jetzt sagt, dass das das Fechten auch ein wichtiger Bestandteil des Corpsstudententums ist, hat Recht. Natürlich kam auch das nicht zu kurz. So wurde sich auf dem Corpshaus der Saxo-Thuringia noch vorbildlich auf den anstehenden Mensurboden vorbereitet.
Es lässt sich insgesamt festhalten, dass die Reise reibungslos verlief und es weder größere noch kleiner Probleme während der Reise gab. Die Aktivitas hat vorbildlich durchgehalten und unsere Alten Herren waren gewohnt standhaft, wie in jungen Jahren.
Zu Beginn des Semesters hatten wir uns das Ziel gesetzt die Gemeinschaft des Corps Berlin weiter zu stärken und den Alten Herren ein Zeichen der Dankbarkeit zu erbringen. Aus genau diesem Gedanken war diese Reise schließlich entstanden. Ich habe während der Organisation so überwältigend viel Hilfsbereitschaft und Anteilnahme von den Alten Herren erfahren, dass mir auch die Organisation deutlich leichter viel. Während der Reise viel auf, wie viel diese Gemeinschaft „Corps“ wirklich bedeutet. Eine Kennenlernphase gab es nie. Immer wenn die Aktiven die Alten Herren antrafen, oder neu kennenlernten war es wie nach Hause kommen, auch wenn es nicht im schönen Spreeathen war.
Unser Band verbindet, immer und überall. Die Aktivenfahrt, oder auch Milkyway-Fahrt, wie es unter den Aktiven heißt, wird uns allen ewig im Gedächtnis bleiben. Das liegt insbesondere an den Alten Herren, die vor Ort hautnah dabei waren und natürlich an den überaus großzügigen Spenden aller Alten Herren, die es leider nicht konnten. Daher möchten wir uns herzlichst bei euch bedanken. Ihr habt uns diese einmalige Reise ermöglich und wir freuen uns darauf die erlebten Geschichten den kommenden Generationen zu erzählen in der Hoffnung, dass solch eine Reise vielleicht irgendwann noch einmal unternommen werden kann.
„Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.“ (Dietrich Bonhoeffer)
In diesem Sinne: „Vielen Dank!“
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In Prag der goldenen Stadt
Im September 2020 hieß es für uns: Prag erobern! Mit zwanzig Corpsbrüdern machten wir uns auf den Weg in die tschechische Hauptstadt – und schon bei der Ankunft war klar, dass uns ein intensives Wochenende bevorstand. Nach der ersten Stärkung mit böhmischen Knödeln und Gulasch begann unser Programm direkt mit einem geschichtsträchtigen Abstecher: Wir besuchten die Kirche St. Cyrill und Method, die als Symbol des tschechischen Widerstands gilt. Ein Auftakt, der zeigte, dass diese Fahrt weit mehr zu bieten hatte als nur gutes Bier.
Am nächsten Tag standen ein Besuch der Deutschen Botschaft und eine Führung durch die Kleinseite mit Prager Burg, Veitsdom und Karlsbrücke auf dem Plan. Zwischen historischen Eindrücken und lockeren Anekdoten unserer Führerin blieb genug Raum für Schabernack und spontane Fotomomente. Natürlich durfte auch das Feiern nicht fehlen. Abends zogen wir durch die Altstadt, ließen uns in Kellerkneipen nieder und lieferten uns beim „Duell um Prag“ ein legendäres Kräftemessen zwischen Aktiven und Alten Herren. Spiele, Wettkämpfe und jede Menge Gelächter machten daraus ein echtes Highlight.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Staropramen-Brauerei. Nach einer spannenden Führung durch Sudhaus und Geschichte der Braukunst stand die Verkostung an – vier Sorten, die uns bestens schmeckten. Und weil es noch nicht genug war, folgte Teil zwei des „Duells um Prag“, das den Gastraum kurzerhand in einen Hexenkessel verwandelte.
Zum Abschluss ging es auf die Moldau. Bei einer Schifffahrt ließen wir die Stadt an uns vorbeiziehen, blickten auf Karlsbrücke und Skyline und genossen die letzten Stunden in entspannter Atmosphäre, bevor es zurück nach Berlin ging. Prag 2020 war eine Fahrt, die Kultur, Spaß und Corpsgeist perfekt miteinander verband. Voller Eindrücke, Geschichten und Anekdoten, die man nicht so schnell vergisst – und die beim nächsten Mal sicher wieder erzählt werden.
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Besuch unserer polnischen Nachbarn
Unsere Akivenfahrt 2022 führte uns in die polnische Hauptstadt Warschau. Schon die Ankunft war ein Erlebnis: eine lebendige Großstadt, die moderne Architektur, sozialistische Relikte und die historische Altstadt miteinander verbindet.
Gleich zu Beginn stand ein Rundgang durch die Altstadt auf dem Programm. Kopfsteinpflaster, farbenfrohe Fassaden und die wiederaufgebaute Königsstraße ließen uns die besondere Atmosphäre Warschaus spüren. Auch die Geschichte der Stadt begleitete uns auf Schritt und Tritt – vom Königsschloss über Denkmäler des Zweiten Weltkriegs bis zu Museen, die uns tiefen Einblick in Polens Vergangenheit gaben.
Doch natürlich ging es nicht nur um Kultur. Die polnische Küche stellte ihre Stärken unter Beweis: Pierogi in allen Variationen, Bigos, Suppen und dazu reichlich Bier und Wodka. Jeder Abend hatte sein eigenes Programm – mal Karaoke bis spät in die Nacht, mal eine Tour durch die Bars der Nowy Świat, mal ein ruhigeres Beisammensein bei gutem Essen. Legendär wurde das „Duell um Warschau“, das für viele Lacher und bleibende Erinnerungen sorgte.
Ein weiterer Höhepunkt war die Schifffahrt auf der Weichsel. Vom Deck aus eröffneten sich uns neue Perspektiven auf die Skyline der Stadt, während wir entspannt die Fahrt und die Sonne genossen. Ein Chopin-Konzert brachte zwischendurch einen völlig anderen Akzent: die ruhige, fast feierliche Seite der polnischen Kultur. .Diese Abwechslung machte die Reise besonders – von lebhaften Abenden bis zu stillen Momenten, in denen man die Stadt einfach wirken ließ.
Die Tage vergingen wie im Flug, und schnell war klar: Warschau ist eine Stadt voller Kontraste. Zwischen historischer Kulisse und moderner Großstadtkultur fanden wir eine bunte Mischung aus Geschichte, Kulinarik, Nachtleben und entspannten Momenten am Fluss.
Am Ende nahmen wir viele Eindrücke mit zurück: das Bild einer Stadt, die sich immer wieder neu erfindet, und die Erinnerung an eine Fahrt, die an Erlebnissen und Geschichten so einiges zu bieten hatte. Warschau hat uns begeistert – und sicher nicht zum letzten Mal gesehen.
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