Geschichten ausm Paulaner Garten

 

Einblick in unsere Unternehmungen im Semester

 

Schön ist's im Ländle

 

Die diesjährige Zusammenkunft der Corps des Weinheimer Senioren Convents fand vom 14. bis 17. Mai in Weinheim statt. Mit elf Aktiven und sechs Inaktiven waren wir so zahlreich vertreten wie nur wenige andere Corps. Bereits die Anreise am Donnerstag bot Gelegenheit zur heiteren Improvisation: Statt des avisierten Neunsitzers stellte uns die Fahrzeugvermietung zwei Kleinwagen zur Verfügung. Nach erfolgter Ankunft verwandelte sich der hiesige REWE Parkplatz binnen Minuten in eine improvisierte Garderobe, ehe es per Shuttle zur Wachenburg ging, wo die neuen Füchse die imposante Burg unter strömendem Regen besichtigen durften. Den Abend ließ man im Verkehrslokal in vertrauter Runde mit den Kartellcorpsbrüdern ausklingen.

 

Der Freitag begann für die Füchse mit der Sonderfahrt auf dem Fuchsendampfer. Bei strahlendem Sonnenschein schipperte man neckaraufwärts nach Neckargemünd, wobei auf dem Oberdeck im sportlichen Wettstreit um das letzte Bier zahlreiche neue Bekanntschaften mit Füchsen anderer Corps entstanden. Den Nachmittag verbrachten die Aktiven zunächst bei einem Calzone Essen, ehe man zum Dämmerschoppen auf die Burg Windeck hinaufstieg und in geselliger Runde mit den Alten Herren über vergangene Studententage sinnierte. Den Abend beschloss der traditionelle Bierfassanstich auf dem Marktplatz, ein feuchtfröhliches Ereignis, das den ein oder anderen Heimweg in die kundige Obhut des Fuchsmajors stellte.

 

Der Samstag begann in stiller Andacht zum Gedenken an die in den Kriegen gefallenen Corpsstudenten. Am Mittag versammelte sich das Blaue Kartell zum jährlichen Kartellgrillen auf der Windeck, bei dem die Füchse pflichtbewusst Zapfanlage, Spüle und Rost in Personalunion bedienten. Bereits am Nachmittag rief die Pflicht erneut: Der Fuchsenkommers füllte den Fuchsenkeller der Wachenburg, wo neben „Student sein" und „Im schwarzen Walfisch zu Askalon" vor allem „Wir lagen vor Madagaskar" zum heimlichen Leitmotiv avancierte. Am Abend marschierten alle Corps gemeinsam im Fackelzug unter dem Beifall der Anwohner zum Marktplatz hinab, wo der Zapfenstreich abgehalten und zur mitternächtlichen Stunde das Steigerlied angestimmt wurde.

 

Der Sonntag stand im Zeichen des Frühschoppens, bei dem das Wochenende zu Livemusik gemeinsam Revue passieren durfte. Nach den Abschieden von Kartellcorpsbrüdern, Alten Herren und neuen Bekanntschaften trat man die Rückreise in unser Spreeathen an. Die Weinheimtagung zeigte gerade den neuen Füchsen eindrücklich, wie eng Corps und Studentenleben miteinander verwoben sind, und bescherte allen Teilnehmern eine Fülle an Eindrücken, Erfahrungen und neuen Freundschaften.

 


Spargelessen 2026

 

Auch in diesem Jahr fand das erste vor kurzem zur Tradition gewordene Spargelessen auf unserem schönen Coprshaus statt. Damit für jeden Corpsbruder kulinarisch etwas Passendes dabei war, wurden drei verschiedene Schinkensorten auf einem Tablett angerichtet, während nebenher der Spargel und die Kartoffeln geschält wurden. Um 12:00 hct gönnte man sich eine kurze Verschnaufpause am Tresen, die die ohnehin gute Stimmung und die Vorfreude auf den Tag noch zusätzlich steigerte.

Gegen 13:00 hct empfingen wir die ersten Corpsbrüder und Gäste, die sich am Tresen bei einem Glas Weißweinschorle angeregt über die beste Zubereitungsart des Spargels austauschten. Währenddessen wurde in der Küche bereits mit dem Garen des Spargels begonnen, der anschließend gemeinsam mit den Kartoffeln und der Sauce hollandaise in Warmhaltebehältern im Kneipsaal bereitgestellt wurde.

 

Mit leichter Verzögerung wurde das Spargelessen sodann durch die Seniorrede eröffnet, woraufhin sich die Anwesenden an der langen Tafel niederließen.

Das reichhaltig bestückte Buffet leerte sich im Verlauf der folgenden Stunden zusehends, ebenso wie die Tafel selbst, da es immer mehr Corpsbrüder an den Tresen zog. Dort klang das Spargelessen in geselliger Runde aus, und in freudiger Erwartung der bevorstehenden Weinheimtagung wurden die schönsten Anekdoten vergangener Tagungen zum Besten gegeben. Insbesondere unsere Füchse lauschten diesen Erzählungen gebannt, da sie sich bislang noch kein konkretes Bild von Weinheim hatten machen können.

 

Auch der späte Abend hielt noch eine erfreuliche Überraschung bereit: Ein spontaner Besuch aus Göttingen sorgte besonders bei unseren jungen Corpsbrüdern für große Begeisterung.

 

Abschließend gilt unser herzlicher Dank den Alten Herren, die das Essen sowie die Getränkerechnung großzügig übernommen haben.

  


Kartellaktiventreffen des Blauen Kartells in Hannover

 

Vom 17. bis zum 19. April fand das diesjährige Kartellaktiventreffen (KAT) des Blauen Kartells beim Corps Hannoverania zu Hannover statt und brachte zahlreiche Aktive aus all unseren Standorten zusammen.

 

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Anreise und des lange erwarteten Wiedersehens. Nach und nach trafen die Aktiven der Kartellcorps ein, und die Freude am persönlichen Zusammenkommen war deutlich spürbar. Den geselligen Auftakt bildete ein Besuch beim Corps Normannia zu Hannover, bei dem der erste Tag in vertrauter Atmosphäre seinen Ausklang fand.

Der Samstag eröffnete das offizielle Programm mit einem Vortrag von Alten Herrn Sigler vom Corps Masovia Königsberg zu Potsdam. Unter dem Leitthema „Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler" bot der Referent einen inhaltlich anspruchsvollen und zugleich nachdenklich stimmenden Einstieg in den Tag.

 

Am Nachmittag verlagerte sich das Geschehen in die Natur: Beim traditionellen Boßeln im Wald standen sportlicher Ehrgeiz und gemeinschaftliches Erlebnis gleichermaßen im Vordergrund; wobei sich rasch zeigte, dass die wahre Kunst des Boßelns weniger im Werfen als vielmehr im Wiederfinden der Kugel zwischen Wurzeln und Laub besteht.

Der Abend entwickelte sich anschließend mit erfreulicher Dynamik: Eine spotane Kneipe sorgte für ausgelassene Stimmung und ging in eine kleine Erkundungstour der Stadt über. In geselliger Runde wurde bis tief in die Nacht hinein weitergefeiert.

Der Sonntag stand schließlich im Zeichen des Ausklangs. Nach dem gemeinsamen Aufräumen saß man noch in entspannter Atmosphäre zusammen, bevor es ans Abschiednehmen ging und die die angereisten Corpsbrüder die Heimreise antraten.

 

Das KAT in Hannover zeichnete sich durch eine gelungene Mischung aus inniger Freundschaft, zahlreichen Gesprächen und amüsanten Aktivitäten aus und wird allen in guter Erinnerung bleiben.

 


Auf ein gutes neues Jahr

 

Am 31. Dezember 2025 fanden sich Freunde des Corps Berlin, zahlreiche Corpsbrüder sowie einige Alte Herren im Corpshaus in der Rüsternallee 34 ein. In eleganter Garderobe und mit Masken betraten sie den Abend. Der umgebaute Kneipsaal wurde zur Tanzfläche, und der Tresenraum füllte sich mit den Gesprächen und dem Gelächter der Gäste. Kurz vor Mitternacht versammelten sich alle draußen, um gemeinsam das neue Jahr einzuläuten, während der Himmel über Westend im Feuerwerk erstrahlte. Es war ein denkwürdiger, stimmungsvoller Start ins Jahr 2026. Herzlichen Dank an alle Corpsbrüder, die tatkräftig mitgestaltet und hinterher aufgeräumt haben. Auf ein großartiges 2026!

 


Es spukt auf dem Corpshaus 

 

Am Abend des 31. Oktober fand auf unserem Corpshaus in der Rüsternallee die diesjährige Halloween-Party statt. Nach intensiver Vorbereitung durch die Aktiven wurde das Haus in ein stimmungsvolles Gruselszenario verwandelt. Spinnweben, Nebelmaschinen und Kerzenschein sorgten für eine atmosphärische Kulisse, in der sich Corpsbrüder, Alte Herren, Freunde und Gäste aus befreundeten Verbindungen einfanden.

Schon am frühen Abend füllte sich das Haus, und die ersten Gäste erschienen in kreativen Kostümen. Von klassischen Vampiren und Hexen bis hin zu fantasievollen Eigenkreationen war alles vertreten.

 

Ein besonderes Highlight des Abends war der Kostümwettbewerb, bei dem ein eindrucksvoll verkleideter Pennywise den ersten Platz belegte. Bis spät in die Nacht wurde gefeiert, getanzt und gelacht.

Die Halloween-Party 2025 war ein voller Erfolg und hat gezeigt, wie sich Tradition und Kreativität auf unserem Haus auf wunderbare Weise verbinden. Ein herzlicher Dank gilt allen Aktiven, die durch Planung, Dekoration und Organisation zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben.

 


Das 166. Stiftungsfest 

 

 

Unser wichtigstes, das bereits seit 166 Jahren stattfindende, Stiftungsfest fand in diesem Jahr erstmals seit zwei Jahren wieder auf dem Corpshaus in der Rüsternallee statt. Über vier Tage hinweg wurde das Stiftungsfest traditionell mit zahlreichen Corpsbrüdern, Alten Herren, Gästen und befreundeten Corps gefeiert.

 

Am Donnerstagabend eröffnete der Begrüßungsabend das Festwochenende. In lockerer Atmosphäre kamen unsere Corpsbrüder und zum Teil anreisende Gäste zusammen, um bei kühlen Getränken und Musik alte Geschichten auszutauschen und neue Bekanntschaften zu knüpfen und alte wieder aufleben zu lassen. Als besondere Gäste hatten wir in diesem Jahr Vertreter der Korporatsioon Rotalia aus Tallinn bei uns. Diese kamen unserer Einladung gefolgt, nachdem wir im April eine Reise zu deren Stiftungsfest unternommen hatten.

 

Der Freitag stand dann ganz im Zeichen des feierlichen Festkommerses. Im geschmückten Kneipsaal wurden Geschenke ausgetauscht, Reden gehalten und gemeinsam gesungen und gefeiert. 

 

Am Samstagabend folgte der Gesellschaftsabend, der dem Stiftungsfest seinen glanzvollen Höhepunkt verlieh. In eleganter Kleidung genossen Gäste und Corpsbrüder ein festliches Menü, Musik und Tanz bis in die Nacht hinein.

 

Das Wochenende klang am Sonntag mit dem traditionellen Frühschoppen aus, bei dem man in gemütlicher Runde noch einmal auf die vergangenen Tage zurückblickte und die Erlebnisse Revue passieren ließ. Das Stiftungsfest 2025 hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig und verbunden unser Corps ist. Ein besonderer Dank gilt allen, die mit ihrer Unterstützung, ihrem Engagement und ihrer Teilnahme zum Gelingen dieses besonderen Wochenendes beigetragen haben.